Sunday, July 26, 2026

REVIEW: BRENEK - Das Tote Ganze (Debüt EP)


BRENEK - Das Tote Ganze (Debüt EP)


Das tote Ganze"  ist meilenweit entfernt von einer perfekten, überproduzierten Produktion. Die Kiste knarzt, aber entwickelt gerade durch dieses Ungehobelte eine Eigendynamik, bei der man gerne mehrmals hinhören darf.


BRENEK nennt sich das Duo aus Weimar. Was mich von Anfang an anzog, war nicht nur die Einordnung im Progressive Black Metal, was seit Beginn meiner Black Metal Leidenschaft ohnehin mein absolutes Lieblingsgenre ist, sondern auch der Name des Projekts selbst. Brenek lässt mich persönlich sofort an Feuer denken. Ob die Wurzeln tatsächlich im Slawischen liegen, entzieht sich meiner Kenntnis, doch als Metapher ist das Subjekt „Feuer“ keineswegs abwegig. Diese EP brennt sich in den Gehörgang - manchmal hinterlässt sie Glut mit einem fragenden Gesichtsausdruck, manchmal ein Staunen und den Gedanken, was ein solch kleines Feuerchen noch nach sich ziehen könnte.




Alte Wurzeln, neue Flammen


Auch wenn „Das Tote Ganze“ ihre Debüt-EP ist und man meinen könnte, hier betreten zwei Neulinge zum ersten Mal die dunklen Pfade des extremen Metal: Weit gefehlt. "Schlargh" tut bereits seit 1999 bei der deutschen Melodic Death Metal Truppe Abrogation sein Unwesen hinter den Drums, und auch Brants (Vocals, Gitarre & Bass) klangliche Fussabdrücke reichen fast zwei Jahrzehnte weit zurück, lange vor der Geburt von Brenek.

Was uns die beiden am 8. Juni in die Hände entlassen haben, trägt absolut nichts von einer modernen Überproduktion. Vier Songs, eine Spielzeit von genau 23 Minuten und 48 Sekunden, wobei drei der vier Tracks stramm an der Sechs Minuten Marke kratzen!

BRENEK balancieren hier auf der Schnittstelle zwischen Nostalgie und Fortschritt. Statt puristischer Verharmlosung oder radikaler Dekonstruktion nutzen sie avantgardistische Zwischentöne als Werkzeug, um das klassische Grundgerüst aufzuwerten. Das Ergebnis erweckt Traditionsbewusstsein, gleichzeitig aber auch genug Eigenständigkeit, um verstaubte Hörstrukturen aufzubrechen.

Leben Ist Silber (Leiden Ist Gold)


Ein tieffrequentes Fundament und aufheulende Saiten brechen das Schweigen, während eine giftige, schleifende Poesie augenblicklich eine finstere Kulisse erschafft. Wer versucht, den verbitterten Wortkaskaden inhaltlich zu folgen, wird sofort von einer rohen, gewaltigen Klangwand überrollt. Aus vollendeter Ablehnung gespeist, verbindet das Zweigespann die ursprüngliche DNA des Genres mit weitläufigen Strukturen. Es entsteht ein eisiger Raum, in dem urtümliche Raserei auf schmerzhafte Disharmonien trifft. Unerwartete, fast schon genrefremde Akzente von akustischen, folkig angehauchten Einschüben mitten im Stück bis hin zu wiegenden Rhythmen, einem tragenden Solo und einem zähen, wuchtigen Ausklang - brechen die Starre auf und hinterlassen ein zutiefst rohes und doch irgendwie elegantes Gesamtkunstwerk.

Die Poesie der Unberührtheit


Musikalisch passiert auf diesem Werk enorm viel: Die unaufhörlich sirrenden Gitarren weben einen dichten, düsteren Teppich. Genau diese sture Monotonie sehe ich keineswegs als Makel, sondern als grösste Stärke der Kompositionen, sie brennt die zugrundeliegende Melancholie tiefer in den Kopf, als es jedes überproduzierte Riff je könnte.

Mit „Das Weltenschwelen“ marschiert die Scheibe auf demselben dunklen Pfad weiter. Wer sterile, im Studio glattgebügelte Fließband-Produktionen erwartet, wird beim späten, bockigen Saitenausflug vermutlich kurz stutzen. Doch exakt diese unpolierte Sperrigkeit verleiht der Nummer eine unverfälschte, Seelen-seziierende Authentizität... auch wenn ich kurz ein Auge zukniff.

In „Der Wolf, der Narr“ folgt schließlich der vollständige Abstieg in den Dreck. Wo feingeistige Klangfetischisten nur ein unstrukturiertes Gepolter ausmachen wollen, offenbart sich für Anhänger der alten Schule die wahre, ungezähmte Faszination des Untergrunds. Ein staubiger, roher Sound, der den Sack zum Beginn der Veröffentlichung nahtlos zumacht.

Ein roher Diamant


Das Tote Ganze“ ist ein zweischneidiges Schwert: Überzeugend finde ich persönlich genau diese holprigen Stellen, den unrunden Mix und das Gefühl, etwas Echtes, menschengemachtes im Gehörgang zu haben. Und dennoch gibt es Momente, bei denen so mancher Verfechter von Studio-Perfektionismus kurz große Augen machen dürfte. Es ist kein todgeschliffenes Messer, sondern ein roher Diamant, dessen unpolierte Ecken und Kanten das Licht in viele verschiedene Richtungen brechen. Ob man das schätzt, bleibt wie immer subjektiv - Ich für meinen Teil trage die Narben dieses Werks mit Stolz und bin höchst gespannt auf die Zukunft des Projekts.

nebelfund@gmail.com

TRACKLIST

  1. Leben ist Silber (Leiden ist Gold)
  2. Mein Tod
  3. Das Weltenschwelen
  4. Der Wolf, der Narr

Wednesday, July 22, 2026

XAON - Ein Tor schliesst sich in den französischen Alpen

XAON - EIN  SCHLIESSENDES TOR AUS DEN FRANZÖSISCHEN ALPEN


Eine kleine Welt bricht zusammen, doch die Ruinen werden noch viele weitere Jahre bestaunt werden. Diese Worte richten sich an eine Melodic Death Metal Band, die die französischen Alpen ihr Reich nennt: Xaon.

Drei Alben haben mich durch meine Jugend begleitet. Ich war gerade einmal zwölf Jahre alt, als ich im Jahr 2016 das erste Mal von ihnen hörte. Schon als junger Zwerg war ich unaufhörlich auf der Suche nach Bands aus unserer Heimat, in deren Adern ein ganz spezielles Blut und eine unbändige Kreativität fliessen. Wie so viele war auch ich damals tief begeistert von den alten Werken von Septicflesh, doch stellt euch vor: Eine Band aus dem eigenen Land produziert Musik aus fast demselben Trog und würzt sie mit einer ganz eigenen, unverkennbaren Note. Das war ein riesiges Tor, das sich meinem jungen Ich öffnete, und all diese Jahre habe ich Xaon ganz nahe an meinem Herzen getragen.




Die süssbittere Kunde

Mit riesiger Freude erfuhr ich vor Kurzem, dass eine der prägendsten Bands meiner Teenagerzeit tatsächlich einen gig in der MetBar spielen wird, eine Location, wegen der ich sie vor einiger Zeit sogar selbst angeschrieben und gefragt hatte, ob sie dort nicht wieder einmal die Bühne betreten würden. Doch so gross die Freude über diese Live-Verkündigung war, so schwer traf mich der doppelte Schlag kurz darauf, denn es wird ihre allerletzte Tournee sein, auf der sie von Vortex aus Kanada begleitet werden.


Wege trennen sich, und das Leben geht unaufhaltsam seine eigenen Pfade. Dennoch bin ich unendlich dankbar, Xaon nun das erste und gleichzeitig das letzte Mal live erleben zu dürfen, bevor diese Wege endgültig auseinandergleiten.
 

Gänsehaut und feuchte Augen...

Dieser Text ist massenlos sentimental, verzeiht mir das, aber manche Momente sind schlichtweg von purer Emotionalität geprägt. Bereits jetzt, während ich vor dem Bildschirm sitze und ihre Musik höre, jagt mir eine Gänsehaut von unten nach oben über den Rücken, und meine Augen werden feucht, wenn ich mich daran erinnere, wie viel mir diese Songs als Teenager gegeben haben. Noch heute erkenne ich jedes einzelne Stück am allerersten Ton.


XAON - Ein weltweiter Hall


In erstaunlich wenigen Jahren hat sich die alpine Gruppe die weltweite Aufmerksamkeit erspielt. Ihr gefeiertes Debüt „The Drift“, welches 2017 erschien, verschaffte ihnen einen hallenden Ruf auf gleich drei Kontinenten. Sie tourten mit Paradise Lost und Eluveitie, bereisten Japan an der Seite von Obscura und Archspire und hinterliessen ihre bleibenden Spuren in den USA mit The Veer Union. Grosse Namen wie Megadeth, Testament, Exodus und sogar Gojira teilten sich bereits die Bretter mit Xaon.


Mit dem Nachfolger „Solipsis“ im Jahr 2019 verstummten die letzten Zweifler endgültig, gefolgt von einer erbarmungslosen Tournee mit Septicflesh – wo sich für mich der Kreis wieder schliesst – und Krisiun.


Ein unwiderrufliches Begräbnis



Ihr dritter Langspieler „The Lethean“ (2021) trieb ihre Präzision und dunkle Aggressivität schliesslich auf ein völlig neues Podest, welches ihnen im Jahr 2023 den wohlverdienten Auftritt auf dem heiligen Wacken Open Air ebnete.


Nach ihrer triumphalen Kanada-Tournee im letzten Jahr erreichte uns am 18. Februar dieses Jahres, 2026, jedoch die bittere Kunde, denn Xaon verkündeten ihr endgültiges Erlöschen. Diese Tournee markiert das unwiderrufliche Begräbnis des Projekts.


Die allerletzte Audienz (Du!?)


Und genau deshalb ist dieser Gig in der MetBar Lenzburg eure allerletzte Gelegenheit, diese absolute Ausnahmeband live zu erleben. Es ist der einzige und exklusive Gig in der gesamten Schweiz!


Auch ich werde an diesem Abend vor Ort sein. Falls ihr tiefgängigen Melodic Death Metal schätzt, lege ich euch den untenstehenden Link zum Event wärmstens ans Herz. Kommt vorbei und lasst uns diese Band bei ihrem letzten Abgang mit aller Kraft unterstützen!

nebelfund@gmail.com


Hier geht es zu den Tickets (echt preisfreundlich!)
🎫 XAON TICKETS! 🐸

Monday, July 20, 2026

Review: Escumergamënt - Apparebat Eidolon Senex

Escumergamënt - Ein disziplintreibendes Gespenst!?





Disziplin ist bekanntlich Kopfsache, doch muss das eigentlich immer so sein? Escumergamënt, ein Projekt, das sich tief hinter dem undurchdringlichen Tuch der Kunst verbirgt, verlangt eine ganz andere Art von Hingabe. Hinter der Truppe stehen schweigende Mitglieder der beiden schwedischen Black Metal Bands „Stilla“ und „Setherial“. Letztere, die vor allem von 1993 bis 2013 extrem prägend unterwegs waren, durften mir heute eine ganz neue, faszinierende Seite ihres Schaffens offenbaren.

Leider hatte ich Vollhirsch eines Tages die überoptimistische Idee, mir das Ziel zu setzen, jeden einzelnen Tag mindestens 10'000 Schritte respektive sieben bis acht Kilometer zu marschieren. Wie gewohnt startet man mit voller Freude und wie gewohnt flacht diese Motivation irgendwann erbarmungslos ab. Auch heute skippte ich mich elendig durch unzählige Songs und Bands. Nichts wollte dieses ganz bestimmte, ungreifbare Gefühl erreichen, nach dem mein Geist vergebens suchte. Bis ich oh-plötzlich vor der neuen Scheibe von Escumergamënt stand: „Apparebat Eidolon Senex“.

Da ich und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch du, kein Latein studiert habe, machte ich mich direkt auf die Suche nach der Bedeutung dieser Zeile. Übersetzt bedeutet der Albumtitel so viel wie „Es erschien das Gespenst eines alten Mannes“. Das weckte nicht nur meine Neugierde, sondern trieb auch die Füsse auf meinem Pfad spürbar an, um diese 10'000 Schritte noch vor Mitternacht vollzumachen.




Ein Schatten aus der Vergangenheit


Escumergamënt krochen vor gut fünf respektive sechs Jahren das erste Mal hinter dem Mond hervor. Obwohl das Projekt damals schon fünf Jahre existierte, veröffentlichten sie erst dann ihr Debütalbum „...ni degu fazentz escumergamënt e mesorga...“ - (Herrgott, geht's noch bisschen komplexer?). Mein Teenager-Ich konnte mit dieser Wand aus Klang damals leider noch nicht allzu viel anfangen, doch mein älteres Ich wurde nun völlig überrannt. Die Gitarren auf diesem Werk schneiden wie feine Nadeln, die sich in die Haut bohren. Als mir dämmerte, dass das neue Material vor mir von genau derselben Band stammte, war ich komplett aus der Bahn geworfen.

Heute schreiben wir den 20. Juni, und vor exakt zehn Tagen veröffentlichten sie nun „Apparebat Eidolon Senex“, wohlgemerkt nach weiteren fünf Jahren, in denen es absolut still um sie war. Es ist immer wieder faszinierend, wie mir Musik genau dann über den Weg läuft, wenn ich die Künstler dahinter kaum mehr auf dem Schirm habe. Vielleicht ist das eine dieser ganz wenigen, guten Eigenschaften, die moderne Streaming-Plattformen besitzen... was mich natürlich nicht davon abhält, euch unten direkt den Bandcamp-Link zu präsentieren. -> Escumergamënt Bandcamp 

Ein elegantes Tuch im Auge des Sturms


Beeindruckt hat mich nicht nur diese tief einfühlsame Melodieführung, sondern auch die Struktur: Das Album wartet mit sieben Tracks auf, die sich über eine Spielzeit von knapp 45 Minuten erstrecken. Keine bloße Single, wie ich fälschlicherweise zunächst vermutet hatte, sondern ein zusammenhängendes Werk!

Gänsehaut und ein völlig unvorhersehbarer Schub an Emotionen und Inspiration überkamen mich beim Hören des ersten Songs „Within The Inner“. Ich wollte danach nur noch so schnell wie möglich nach Hause, um diese Empfindungen ungefiltert auf Papier zu bringen. Normalerweise greife ich bei massiven Alben gerne zum Wort „Brett“, doch kein Begriff dieser Art würde diesem Werk auch nur ansatzweise gerecht werden. Es ist vielmehr wie ein elegantes Tuch oder ein Blatt, das im Auge eines tobenden Sturms völlig unbeeindruckt durch die Lüfte schwebt.

Die Klanglandschaft ist rau, aber keineswegs unatmosphärisch, ganz im Gegenteil. Die Töne schweben durch den Gehörgang und tragen mich schwerelos von Zeile zu Zeile. Hätte ich nicht auf das Veröffentlichungsdatum geschaut, hätte ich geschworen, hier eine Produktion aus den frühen 2000ern vor mir zu haben.

Dissonanzen und unheimliche Pfade


Besonders gepackt hat mich das Intro des dritten Songs. Eine unheimliche, neblige Atmosphäre zieht herauf, gespickt mit feinen Dissonanzen und getragen von unglaublich rauen Vocals. Man fühlt sich fast wie in einem düsteren Horrorfilm, in dem man bei jedem Schwenk der Kamera krampfhaft auf den nächsten Jumpscare wartet... nur dass der rhythmische Wechselschlag in diesem Track niemals an der Stelle kam, an der ich ihn erwartet hatte.

Ein absolut aussergewöhnliches Album. Ein konstantes Auf und Ab, das uns sanft, aber bestimmt in eine völlig unvorhersehbare Welt hüllt.


nebelfund@gmail.com


TRACKLIST – Apparebat Eidolon Senex
  1. Within the Inner
  2. Radiant Glimmering Whorl
  3. The Demon’s Approach
  4. Laudanum and a Silver Scalpel
  5. The Eyeless Festering God
  6. The Corpses Heaven Refused to Take
  7. To the Graves!

Saturday, July 18, 2026

Review: Ravendust - The Beast (2026)

Ravendust - The Beast

Review


Eine fantasievolle Entdeckung...

Manche Musikstücke und Alben verlangen eine bewusste Hingabe des Hörers, da reicht es nicht, das Tape einfach beim Putzen anzumachen. Genau dieses Gefühl bescherte mir das außergewöhnliche Werk „The Beast“ von Ravendust, das am 22. Juni 2026 erschien.

Es war mir sofort klar, dass ich dafür die richtige Stimmung haben muss, bevor ich überhaupt auf „Play“ klicke. Den perfekten mentalen Rückzugsort fand ich schließlich auf einem Spaziergang. Ich verschob das Hören des Albums auf den folgenden Tag. Als mich dann meine unruhigen Gedanken packten, anvertraute ich meinen Zustand auf einem langen, weiten Weg völlig der Kunst von Ravendust – in der Hoffnung, die Klänge würden mich leiten. Was am Ende tatsächlich auch so geschah.

Es ist eine seltene Kunst, wenn ein Musiker sich von den starren Fesseln eines einzelnen Genres befreit, um stattdessen den eigenen, inneren Pfaden zu folgen. Ravendust beweist hier den Mut, die Fragmente seiner Seele wie ein Mosaik zusammenzufügen. Das Ergebnis ist ein Werk voller Kontraste, das sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. Es ist mir ein treuer Begleiter für zwei völlig gegensätzliche Welten: Einerseits dient es mir als unerschöpfliche Quelle der Inspiration an kreativen Tagen, andererseits fängt es die melancholische Schwere eines innerlich grauen Tages auf und leitet den Geist sanft in die Introspektion. Ein solch emotionaler Spagat gelingt nur den wenigsten Veröffentlichungen.
Erwachen: Mercyless



Erwachen: Mercyless


Das Album öffnet seine Pforten mit einem Song, der sich bemerkenswert flüssig dem eigenen Schritttempo auf staubigen Pfaden anpasst. Stahlsaiten und tiefgängige, bluesige Elemente bilden ein unerwartetes Fundament. Die größte Überraschung offenbart sich jedoch im Gesang: Ravendust präsentiert sich hier mit cleanen Vocals. Wer ihn sonst unter anderem als Frontmann der Black-Metal-Formation „Malphas“ kennt, wird von einer faszinierenden stimmlichen Wandlung überrollt. Seine Fähigkeit, mit verschiedenen Gesangsstilen zu jonglieren, verleiht dem Einstieg eine packende Dynamik.

Atmosphäre: "Never Enough"


Das zweite Stück „Never Enough“ entfaltet sofort eine fast schon greifbare Kinematographie. Vor dem inneren Auge entsteht das Bild einer schummrigen, vom Rauch gezeichneten Blues-Bar aus längst vergangenen Tagen. Ich sah förmlich den einsamen Mann in der dunkelsten Ecke stehen, das Whiskyglas in der Hand, stoisch versunken in den dissonanten, akustisch verzierten Klängen. Es ist eine Nummer, die eine tiefe Ruhe ausstrahlt und den perfekten Soundtrack liefert, um die eigene Kreativität aus der Reserve zu locken.

Der Titeltrack: The Beast


Bereits im Vorfeld weckten kleine Einblicke auf Social Media eine enorme Erwartungshaltung für den Titeltrack „The Beast“. Besonders die markante, tragende Bassline deutete an, dass sich hier ein persönlicher Favorit verbergen könnte. Und die Vorahnung täuschte nicht. Der Titeltrack entfaltet sich wie eine dramatische Theateraufführung. Es ist eine meisterhafte, tief strukturierte Geschichtenerzählung, die mich als Hörer tief in den Bann zieht.

Zuflucht: Waves, Useless & Raven


"Waves", "Useless" und "Raven": Diese drei Stücke bilden eine untrennbare Einheit, die sich auf meiner eigenen Playlist im permanenten Shuffle dreht. Sie sind der Zufluchtsort, wenn der Geist nach Klängen verlangt, die tiefer graben als die alltäglichen, oberflächlichen Gedanken. Sie erzeugen einen Sog, dem ich mich kaum entziehen kann.

Eine musikalische Weite


"The Man And His Shadow" & "Last Sunset Before The End Of The World": Es gibt Musik, die zu groß für die Enge der eigenen vier Wände ist. Diese beiden Songs besitzen eine so gewaltige, beinahe erdrückende Energie, dass sie das heimische Zimmer sprengen würden. Sie verlangen nach Weite. Sie zwangen mich dazu, aufzustehen, die Tür hinter mir ins Schloss fallen zu lassen und ohne Ziel in die offene Welt hinauszulaufen, während der Horizont in Flammen steht.
Das Rätsel der Welten

Am Ende des Albums offenbarte sich mir eine höchst interessante Welt. Das Album erinnerte mich an den nostalgischen Charme eines epischen 90er-Jahre-RPGs und doch gleichzeitig an eine atmosphärische Runde im engsten Kreis einer Blues-Bar. Wieso es mir so erscheint, bleibt mir selbst ein Rätsel.

Ein monumentales Gesamtkunstwerk


„The Beast“ empfinde ich als ein monumentales Gesamtkunstwerk. Ravendust hat hier ein Album erschaffen, das jenseits aller Schubladen und Label-Stempel existiert. Es transportiert reine Emotionen, für die herkömmliche Worte kaum ausreichen. Ein Werk, das man jedem Musikliebhaber, völlig unabhängig vom bevorzugten Genre, nur wärmstens ans Herz legen kann! Geh raus in die Natur, setze die Kopfhörer auf und lass diese Essenz auf deine Seele wirken.

nebelfund@gmail.com

Tracklist

  1. Mercyless
  2. Never Enough
  3. 7 Days To Find Your Love
  4. The Beast
  5. Waves
  6. Useless
  7. The Man And His Shadow
  8. Last Sunset Before The End Of The World
  9. Raven

Thursday, July 16, 2026

Ondfødt - FREE ENTRY SHOW!

Ondfødt

Ein finsteres Aufbäumen im Sommerloch


Die Finnen von Ondfødt fallen über uns her, um die Schweizer Seelen vom grossen Black Metal-Verdursten zu erlösen. Es ist nicht nur der einzige Gig der Truppe in der Schweiz, sondern aller Voraussicht nach auch das einzige Black Metal-Beben überhaupt in diesem zähen Sommerloch. Man kann es ja verstehen: Bei dieser schmachtenden Hitze möchte man sich am liebsten tief im Schatten verkriechen und erst im kühlen Herbst wieder das Licht erblicken. Doch für dieses Spektakel lohnt es sich, die Dunkelheit zu verlassen – zumal dieser Gig bereits am 24. Juli stattfindet, also in genau einer Woche... und es ist free entry, auch wenn ihnen ein kleiner Batzen sicherlich nicht vertreibt - sie kommen von weit her!

Den Eventlink findet ganz unten in den Zeilen. Doch bevor ihr euch aufmacht, um euch diesen Live-Gig zu sichern, lasst mich euch die Geschichte dieser grossartigen Band aus Finnland näherbringen.



Ein spätes Erwachen und tiefe Wurzeln


Obwohl es die Truppe bereits seit 2013 gibt und sie sich seither keine Pausen gönnten, um uns direkt im Gründungsjahr ihre EP „I“ zu präsentieren, ein Werk, das ich euch übrigens nur wärmstens ans Herz legen kann und das zu meinen persönlichen Favoriten gehört, kenne ich die Band selbst noch gar nicht so viele Jahre. Das ist fast schon ein bisschen zum in die Fäustchen zu lachen, wenn man bedenkt, dass die Mitglieder in Gruppen aktiv waren und sind, für die ich schon sehr lange schwärme. Namen wie Kvaen, Tenebrae Aeternum, Outlaw oder As The Sun Falls sprechen da eine deutliche Sprache!

Über diese 13 Jahre haben Ondfødt unermüdlich für uns geschuftet. Wer sie also bisher noch nicht auf dem Schirm hatte oder schlichtweg noch nicht dazu kam, in ihre Klangwelten einzutauchen: Es stehen uns mittlerweile stolze fünf Langgrillen und zwei EPs vor der Nase, die darauf warten, mit Genuss seziert zu werden.

Die Rückkehr in die... bekannte Festung


Vor ziemlich genau einem Jahr durfte ich Ondfødt im selben Lokal live erleben. Ort des Geschehens ist das Valhalla Basel, was diesen Abend für mich persönlich noch einmal um einiges attraktiver macht. Es ist ein absolutes Spitzenlokal, eine solche faszinierende Atmosphäre findet man bei uns im Lande kein zweites Mal. An dieser Stelle auch ein grosser Appell und Gruss an Raphael und sein ganzes Team, die immer hilfsbereit und äusserst freundlich hinter den Tresen stehen. :)


Es ist angerichtet für ein glorreiches Gelage inmitten der Sommerhitze. Packt eure Leute ein, unterstützt den lokalen Untergrund und lasst uns den Finnen einen gebührenden Empfang bereiten. Wir sehen uns vor den Boxen.

Hörprobe gibt es hier:

🎫: Hier geht es zum Ondfødt Event – 24.07.2026: 
Event Ondfødt

🎸: Das Lokal:
Valhalla Basel

Monday, July 13, 2026

Review: GRAVLAGT - Geister Der Walachei


GRAVLAGT - Geister Der Walachei

Review

Wenn die sterile, überproduzierte Moderne den musikalischen Äther wie eine seelenlose Plastikhülle umschließt und jedes Fünkchen Schmutz dem digitalen Perfektionismus weichen muss, sehnt sich der Geist nach der ungeschminkten Wahrheit der Vergangenheit. Genau in diese klaffende Wunde schlägt GRAVLAGT mit seinem Werk „Geister Der Walachei“ und entfesselt einen rücksichtslosen Gegenentwurf zum glattgebügelten Zeitgeist.


Wo andere Formationen im Studio jede Kante abschleifen, setzt GRAVLAGT auf die rohe Kraft des Black Metal. Es ist ein musikalischer Ausbruch, der sich nicht hinter Effekten verstecken muss, sondern seine Stärke aus der puren Essenz des Genres zieht.



Das Fundament aus Dreck und Melancholie

Das Werk kriecht nicht leise heran, es bricht herein wie ein eisiger Sturm, der den Hörer sofort an die Wurzeln des Genres zurückversetzt - endlich! Die Produktion atmet den staubigen Geist der Neunziger, ohne dabei altbacken zu wirken. Stattdessen entfaltet sich ein bemerkenswert geradliniger, fast schon hypnotischer Sog... zumindest erging es mir beim Hören so.


GRAVLAGT beweist hier ein feines Gespür für Songwriting, trotz der Härte und der schneidenden Riffs verliert sich das Material nie in stumpfer Raserei. Die Melodien sind überraschend eingängig, besitzen eine greifbare, fast physische Emotionalität und setzten sich sofort in meinem Gehörgang fest. Es ist diese seltene Symbiose aus purer Aggression und tiefem Gefühl, die „Geister Der Walachei“ so packend macht. Über all dem thront ein absolut großartiger, verzweifelter Gesang, der Mark und Bein erschüttert... merkt man? Ich bin auch Fan staubiger Demos der Neuzeit.

GRUFT UND FÄULNIS: Ein Blick in den Abgrund


Ein unbestreitbarer Höhepunkt der Veröffentlichung offenbart sich in „Gruft und Fäulnis“. Hier weicht das Tempo stellenweise einer beklemmenden Theaterhaftigkeit, die besonders durch die meisterhaft platzierten Spoken-Word Passagen getragen wird.

Diese gesprochenen Worte wirken wie das Flüstern eines Wahnsinnigen in einer verlassenen Krypta, sie brechen die musikalische Brutalität auf und verleihen dem Track eine narrative Tiefe, die man im Black Metal selten so atmosphärisch umgesetzt findet. Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt diesen Pfad des düsteren Geschichtenerzählens auf zukünftigen Veröffentlichungen weiter ausbaut, denn genau diese Momente brennen sich unaufhaltsam ins Gedächtnis!


DIE REINHEIT DES UNTERGRUNDS

Support your local scene


„Geister Der Walachei“ ist ein Manifest für die Loyalität zum Untergrund. Es viel lokaler, viel verwurzelter im Dreck der eigenen Heimat kann eine Veröffentlichung kaum sein. In einer Welt, in der alles globalisiert, gestreamt und beliebig austauschbar geworden ist, fühlt sich dieses Tape wahrhaftig standfest an.

Das Resümee


GRAVLAGT liefert mit „Geister Der Walachei“ ein absolut grandioses Stück extreme metal ab, das der modernen Oberflächlichkeit den ausgestreckten Finger zeigt. Es ist ein Werk von brutaler Ehrlichkeit, das den Hörer mitreißt, aufwühlt und am Ende mit der Vorfreude auf all das zurücklässt, was aus dieser tiefen, pechschwarzen Quelle noch fließen mag. Ein rauer Diamant, der genau da glänzt, wo es am dunkelsten ist.

NEBELFUND@GMAIL.COM


TRACKLIST

I: Geister Der Walachei
II: Gruft Der Fäulnis
III: Ruhelos Begraben

GRAVLAGT

Bandcamp: Bandcamp
Instagram: Instagram

Saturday, July 4, 2026

REVIEW: Entgeist - Welk

 Entgeist - Welk


Wenn die sengende Julihitze das Land im Würgegriff hält und jeder Atemzug schwerfällt, sehnt man sich nach einer bitterkalten Zuflucht. Genau diese Düsternis brachte nun über uns herein und das an einem Tag, dessen nackte Zahlen sich ohnehin unauslöschlich ins Gedächtnis brennen: Dem 26.06.26.

Nach vier Jahren beharrlicher Reifung im Verborgenen entfesseln die Modern Black Metal Künstler ENTGEIST aus der Käthchenstad ihr nächstes Kapitel ihrer Musikgeschichte. Entgeist verleien wie anbeginn ihrer musikalischen Karriere auch dem neuen und zweiten Langspieler "Welk" ihren charakteristischen "Entgeist" Sound.




Der Einstieg in den Abgrund


Das Werk öffnet sich nicht mit einem rücksichtslosen Schlag, sondern kriecht wie kalter Dunst aus den Tiefen. "Am Rande der Finsternis" beginnt in absoluter Agonie der Stille. Das rhythmische Echo fallender Wassertropfen und eine einsam klagende, cleane Gitarre zwingen den Hörer zuerst in Habachtstellung, fast zweifelnd, ob das Tonsignal überhaupt schon steht. Vor dem inneren Auge formt sich das Bild einer nebelverhangenen, lichtlosen Höhle.

Doch die vermeintliche Ruhe trügt. Als der Song schließlich seine Maske fallen lässt und mit erbarmungsloser Härte zuschlägt, entfaltet sich ein meisterhaft inszeniertes Chaos. Wo andere Bands in stumpfe Raserei verfallen, weben Entgeist hier Dissonanzen, die trotz ihrer schneidenden Kälte seltsam organisch, fast „weich“ und einnehmend wirken. Es ist ein brutaler, technischer Sturmlauf aus Blastbeats und abrupten Rhythmuswechseln, durch den sich Tims Stimme voller Verzweiflung und blanker Wut frisst.

Diese sechs Minuten reiner, entfesselter Energie setzen das Fundament für das gesamte Album. Erholung gewährt das Songwriting nur als flüchtigen Übergang, bevor die nächste Welle hereinbricht. Textlich manifestiert sich hier eine düstere Apokalypse: Trotz der gutturalen Härte bleibt jedes verzweifelte Wort verständlich und seziert die vertrauten Abgründe aus Lethargie, Selbsthass, Angst und dem nackten Schmerz des Daseins, tief verwurzelt im Beton und dem sterbenden Puls der modernen Gesellschaft.


Der Zerfall des Individuums


GEFANGEN IN DER ZEIT: 
Tiefe Riffs schlagen ein wie Hämmer. Hier manifestiert sich genau das, was die Gesellschaft momentan im Würgegriff hält: die pure Dekadenz und das grassierende Ego der Menschen. Niemand blickt mehr auf sein Gegenüber, man starrt lieber ins Display. Zwischen thrashigem Stakkato und groove-geladenen Hooks bricht sich eine tiefe Verdrossenheit Bahn, verpackt in einprägsame Melodien, die sich sofort im Gedächtnis festsetzen.

AUSERZÄHLT:
Ein absoluter Höhepunkt. Die Komposition verbindet Post-Black Metal mit technischem Death Metal. Das Ganze ist komplex, abwechslungsreich und dennoch findet jedes Element instinktiv seinen Platz. Die rasanten Blastbeats und Double-Bass Passagen dürften jeden Fan extremer Gangarten abholen, getragen von dichten, aber melodiösen Zeilen. Ein Song, den man nicht beschreiben kann; man muss ihn hören und fühlen!

IMPERFEKTION:
Dieses Stück atmet die Wut und das Elend einer isolierten, fiebrigen Enge auf wenigen Quadratmetern. Es ist ein stürmischer, theatralischer Ausbruch, der die allgegenwärtige Angst, die Verzweiflung und das dringende Bedürfnis, der ausweglosen Situation zu entkommen, perfekt hörbar macht.
Zwischen Ohnmacht und Raserei

LETHARGIE WEICHT WUT:
Die vermeintliche Ballade des Albums erzeugt augenblicklich Gänsehaut. Das Schlagzeug drosselt das Tempo und schafft Raum für schwere, getragene Riffs. Vor dem inneren Auge formt sich das Bild lähmender Müdigkeit, die schleichend in Selbsthass umschlägt, bis die angestaute Lethargie in einem jähen, zornigen Finale explodiert. Ein zerstörerischer Ausbruch, der aufrüttelt.

FATIGUE / FASSADE:

Das atmosphärische Instrumental „Fatigue“ dient als perfekter Katalysator, um Emotionen zu schüren, und gleitet nahtlos über in das experimentelle „Fassade“. Hier weicht die technische Death Metal Kante fast vollständig. Die Drums und Gitarren atmen den Geist traditionellen Black Metals, eingebettet in eine kalte Anonymität, ohne dass der charakteristische Entgeist-Sound verloren geht.

EIN FLAMMENMEER:
Inspiriert von H.P. Lovecrafts „Die Musik des Erich Zann“ regiert hier die musikalische Dissonanz. Zwischen packender Spannung und Erlösung klagt der Song die ausgebrannte, leere Existenz einer entfremdeten Gesellschaft an. Ein Track, der sich erst nach mehrmaligem Hören seine feste Position im Gefüge erkämpft, dann aber vollends zuschlägt.


Das endgültige Verwelken


VERWELKT:
Der Name offenbart bereits den Ruin, der kollektive Untergang ist besiegelt. Das Stück bricht anfangs wie ein vertracktes, mathematisches Labyrinth über uns herein, nur um sich kurz darauf in ergreifende, weite Klanglandschaften zu öffnen. Nach der 3-Minuten Marke dreht die Band die Daumenschrauben noch einmal unbarmherzig an und lässt das komplexe Saitenspiel wütend eskalieren. Textlich brodelt hier ein giftiger Zorn auf die maroden Konstrukte unserer Zivilisation und die bittere Erkenntnis, dass wir den inneren Kompass längst verloren haben und nur noch als Hüllen in einer Dystopie vegetieren.

FUNKENSPIEL:
Das finale Monument irritiert zu Beginn mit einer pechschwarzen, fast spanisch anmutenden Akustikgitarre, bevor die Szenerie urplötzlich in ein Fegefeuer aus modernem Black Metal stürzt. Hier zieht das ausgeklügelte Arrangement ein letztes Mal sämtliche Trümpfe. Gleich einer musikalischen Inszenierung des psychologischen Zerfalls wird das unweigerliche Sterben der eigenen Seele zelebriert. Wenn die finalen, zäh dahingesiechten Worte über das Versagen der Zivilisation verklingen, schlägt das Schlagzeug den letzten Sargnagel ein und entlässt uns endgültig in die absolute Leere.

Das Resümee dieses akustischen Kahlschlags


Entgeist bewahren ihren ureigenen Kern, ohne auch nur sekundenweise in gähnende Redundanz zu verfallen. Das Werk atmet eine ungezähmte, verzweifelte Raserei, die sich wie eine Klaue im Verstand festfrisst, die Sinne heftig durchschüttelt und den Griff erst lockert, wenn die absolute Stille einkehrt. Durch den ständigen Wechsel von vertrackter Rhythmusarbeit, abrupten Rissen im Klangteppich und atmosphärischen Black Metal-Wänden entsteht eine packende Dynamik, die keine Sekunde Leerlauf zulässt. Eine Veröffentlichung von monumentaler Substanz, ein rares Fundament in einer Welt, die sonst nur noch an der banalen Oberfläche kratzt.

Tracklist

  1. Am Rande der Finsternis
  2. Gefangen in der Zeit
  3. Auserzählt
  4. Imperfektion
  5. Lethargie weicht Wut
  6. Fatigue
  7. Fassade
  8. Ein Flammenmeer
  9. Verwelkt
  10. Funkenspiel

Incantation Tour 2027 - Nordjevel, Svarttjern, Malphas, Unviâr

 INCANTATION TOUR 2027 Nach langem Rätseln, Warten und Spekulieren haben die vier Bands heute die Katze aus dem Sack gelassen: Die INCANTATI...